Niedersachsen dreht auf

Corona-Förderprogramm

[Update 19.03.2021] Seit 25.09.2020 standen vom Land Niedersachsen 10 Mio. € für die Förderung von Solo-Selbständigen und Kultureinrichtungen unter dem Titel „Niedersachsen dreht auf“ zur Verfügung. Dem Landschaftsverband wurden aus diesem Etat zusätzliche Fördermittel in Höhe von ca. 386.000 € für die Landkreise Göttingen, Northeim und Holzminden zur Verfügung gestellt und für April 2021 werden weitere ca. 220.000 € aus diesem Programm in Aussicht gestellt. Die bisher verfügbaren und die für April erwarteten Mittel sind durch die bis zum 28.02.2021 eingegangenen Anträge ausgeschöpft. Bis auf Weiteres werden vom Landschaftsverband keine weiteren Anträge mehr angenommen! Anträge in Linie C ab 8.000 € und in Linie D können jedoch voraussichtlich wieder im 2./3. Quartal 2021 direkt an das Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur gerichtet werden (siehe unten).

Das Programm gliedert sich in vier Linien: A für Kulturveranstalter, B für Einrichtungen der kulturellen Bildung, C für innovative Produktionen und Projekte, D für Solo-Selbständige im nichtöffentlichen Bereich. Gemeinnützigkeit ist keine Fördervoraussetzung. Öffentlich-rechtliche Körperschaften sind von der Förderung ausgeschlossen, sie ist beschränkt auf juristische Personen des Privatrechts sowie natürliche Personen. Kommunale und kirchliche Einrichtungen werden daher nur an der Förderung teilhaben können, wenn diese über einen Förderverein o. ä. durchgeführt wird. Es gilt eine Bagatellgrenze von 1.500 € (d. h. eine Förderung ist erst ab einem Förderbedarf von 1.500,01€ möglich). Anträge können ab sofort gestellt werden, der vorzeitige Maßnahmebeginn wird regelmäßig mit der Eingangsbestätigung genehmigt. Die Förderentscheidungen werden innerhalb von acht bis zehn Tagen mitgeteilt.

Linie A

Bezuschusst werden die Gagen-Verträge und Honorarvereinbarungen mit Künstlern und für die Veranstaltung wichtigen Dienstleistern (Stagehands, Tontechnik, Bühnenbau, Grafik, Pädagogik u. ä.) einschl. Technikmieten, Nebenkosten und Spesen mit bis zu 100 %. Antragsteller ist die ausführende Kultureinrichtung. Ein einzelner Antragsteller kann bis zu drei Anträge stellen, insgesamt aber maximal 30.000 € erhalten. Diese Linie A wird ausschließlich über die Landschaftsverbände abgewickelt.

Antragsberechtigt sind…

Einrichtungen

  • mit einem regelmäßigen Kulturangebot und
  • mit Sitz in in den Landkreisen Göttingen, Northeim oder Holzminden,
  • die juristische Personen des privaten Rechts oder natürliche Personen sind.

Gemeinnützigkeit ist keine Fördervoraussetzung.

Eine Förderung ist ausgeschlossen…

  • von öffentlich-rechtlichen Körperschaften sowie von Einrichtungen, die vom Land institutionell oder vertraglich gefördert werden;
  • für Vorhaben, die bereits begonnen wurden;
  • für Einrichtungen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, oder die zur Abgabe der Vermögensauskunft nach § 802c der Zivilprozessordnung oder § 284 der Abgabenordnung verpflichtet sind oder bei denen diese abgenommen wurde;
  • wenn ausschließlich die Förderung von Zirkus, Kino- oder Filmvorführungen beantragt wird.

Doppelförderungen aus Bundes- und Landesmitteln sind zu vermeiden. Landesmittel dürfen nur nachrangig oder zur Ko-Finanzierung von Bundesmitteln verwendet werden.

Gefördert werden…

in der Regel 100% der Ausgaben die unmittelbar durch Vertragsabschlüsse mit Solo-Selbständigen oder Zusammenschlüssen von Solo-Selbständigen (z.B. Freie Theatergruppen, Bands, Ensembles, etc.) für ihre Beteiligung an kulturellen Veranstaltungen entstehen. Dazu zählen nicht nur Künstlerinnen und Künstler, sondern auch Solo-Selbständige, deren Mitwirkung notwendige Voraussetzung dafür ist, dass die Veranstaltung stattfinden kann (Techniker, Grafiker, Stagehands, etc.). Diese Personen müssen überwiegend im Bereich der Kultur oder der kulturellen Bildung aktiv sein.

  • Reise- und Übernachtungskosten sowie GEMA und KSK für die genannten Personen
  • Leihgebühren für Veranstaltungstechnik, sofern diese nicht Bestandteil der o. a. Honorare sind und die Technik für das Zustandekommen der künstlerischen Auftritte notwendig ist
  • nur Veranstaltungen, die öffentlich stattfinden
  • Veranstaltungen aller kultureller Sparten
  • angemessene Honorare (Honorare gelten in der Regel nicht als angemessen, wenn sie für die Mitwirkung in einer kulturellen Veranstaltung ein Honorar in Höhe von mehr als 2.000 € vorsehen.)

Antragstellung erfolgt…

Linie B

Analog zu A können auch Einrichtungen der kulturellen Bildung Honorar-Zuschüsse erhalten, allerdings nur mit einer Förderquote von bis zu 60 %. Musikschulen, Kunstschulen u. ä. Einrichtungen beantragen die Förderung bei den Landschaftsverbänden, Einrichtungen der Erwachsenenbildung bei der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB).

Antragsberechtigt sind…

  • Einrichtungen mit einem regelmäßigen Kulturangebot mit Sitz in in den Landkreisen Göttingen, Northeim oder Holzminden.
  • Juristische Personen des privaten Rechts oder natürliche Personen. Gemeinnützigkeit ist keine Fördervoraussetzung.

Eine Förderung ist ausgeschlossen…

  • von öffentlich-rechtlichen Körperschaften sowie von Einrichtungen, die vom Land institutionell oder vertraglich gefördert werden;
  • für Vorhaben, die bereits begonnen wurden.
  • für Einrichtungen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, oder die zur Abgabe der Vermögensauskunft nach § 802c der Zivilprozessordnung oder § 284 der Abgabenordnung verpflichtet sind oder bei denen diese abgenommen wurde.
  • wenn ausschließlich die Förderung von Zirkus, Kino- oder Filmvorführungen beantragt wird.
  • Doppelförderungen aus Bundes- und Landesmitteln sind zu vermeiden. Landesmittel dürfen nur nachrangig oder zur Ko-Finanzierung von Bundesmitteln verwendet werden.

Gefördert werden…

  • in der Regel 60% der Ausgaben die durch Vertragsabschlüsse mit Solo-Selbständigen oder Zusammenschlüssen von Solo-Selbständigen (z.B. Freie Theatergruppen, Bands, Ensembles, etc.) im Bereich der kulturellen Bildung entstehen. Dazu zählen nicht nur Künstlerinnen und Künstler, sondern auch Solo-Selbständige, deren Mitwirkung notwendige Voraussetzung dafür ist, dass die Veranstaltung stattfinden kann (Techniker, Pädagogen, etc.). Diese Personen müssen überwiegend im Bereich der Kultur oder der kulturellen Bildung aktiv sein. Die Verträge müssen eine Mindestlaufzeit von 4 Monaten haben.
  • Reise- und Übernachtungskosten sowie GEMA und KSK für die genannten Personen
  • Leihgebühren für Veranstaltungstechnik, sofern diese nicht Bestandteil der o. a. Honorare sind und die Technik für das Zustandekommen der künstlerischen Auftritte notwendig ist
  • nur Veranstaltungen, die öffentlich stattfinden
  • Veranstaltungen aller kultureller Sparten
  • angemessene Honorare (im Bereich der kulturellen Bildung in der Regel Stundensätze von mindestens 35,- €)

Antragstellung erfolgt…

Linie C

Diese Förderung gilt Projekten und Produktionen, „die die inhaltliche künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen zum Gegenstand haben und die sich durch eine hohe künstlerische Qualität auszeichnen“. Es soll sich um Neuproduktionen handeln, nicht um Wiederholungen oder Wiederaufnahmen. In Frage kommen alle Kultursparten. In Linie C sind nicht nur Honorare, sondern auch Sachkosten der Projekte förderfähig, die Förderquote liegt bei bis zu 90 %. Förderungen bis 7.999 € werden von den Landschaftsverbänden durchgeführt, von 8.000 bis 30.000 € beim MWK.

Antragsberechtigt sind…

  • Einrichtungen mit einem regelmäßigen Kultur- und Bildungsangebot mit Sitz in den Landkreisen Göttingen, Northeim oder Holzminden.
  • Juristische Personen des privaten Rechts oder natürliche Personen. Gemeinnützigkeit ist keine Fördervoraussetzung.

Eine Förderung ist ausgeschlossen…

  • von öffentlich-rechtlichen Körperschaften sowie von Einrichtungen, die vom Land institutionell oder vertraglich gefördert werden;
  • für Vorhaben, die bereits begonnen wurden.
  • für Einrichtungen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, oder die zur Abgabe der Vermögensauskunft nach § 802c der Zivilprozessordnung oder § 284 der Abgabenordnung verpflichtet sind oder bei denen diese abgenommen wurde.
  • Doppelförderungen aus Bundes- und Landesmitteln sind zu vermeiden. Landesmittel dürfen nur nachrangig oder zur Ko-Finanzierung von Bundesmitteln verwendet werden.

Gefördert werden…

  • in der Regel 90% der zuwendungsfähigen Ausgaben für das innovative Projekt
  • Projekte, „die die inhaltliche künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen zum Gegenstand haben und die sich durch eine hohe künstlerische Qualität auszeichnen“.
  • Neuproduktionen, keine Wiederholungen oder Wiederaufnahmen.

Antragstellung erfolgt…

  • bei einem Zuschussbedarf bis zu 7.999 € direkt hier beim Landschaftsverband Südniedersachsen (zum Antragsformular Linie C) – das Budget ist jedoch ausgeschöpft, es werden bis auf weiteres keine Anträge mehr angenommen.
  • bei einem Zuschussbedarf ab 8.000 € beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Antragstermin(e) für 2021 werden noch bekanntgegeben und voraussichtlich im 2./3. Quartal 2021 liegen [Stand 19.03.2021].
Linie D

In Linie D können Soloselbstständige gefördert werden, die überwiegend im nichtöffentlichen Bereich auftreten. Sie müssen ihren Sitz in Niedersachsen haben und hier kulturell aktiv sein.

Anträge sind ausschließlich beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur zu stellen. Die bisherigen Antragsstichtage sind abgelaufen. Voraussichtlich werden im Rahmen einer zweiten Ausschreibung im 2./3. Quartal 2021 erneut Anträge gestellt werden können [Stand 19.03.2021].

Alle weiteren Informationen sind beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur zu finden.