Auch 2020 Förderung von Investitionen – Antragsabgabe bis 30. Juni

06.01.2020 – Ebenso wie im Jahr 2019 haben die Regierungsfraktionen des Niedersächsischen Landtags auch für 2020 ein Sonderförderprogramm für Investitionen in kleinen Kultureinrichtungen beschlossen. Dem Landschaftsverband Südniedersachsen werden daher wiederum ca. 100.000 € zur Verfügung stehen, um investive Maßnahmen mit Zuschüssen zu fördern. Anträge können bis zum 30. Juni 2020 beim Landschaftsverband eingereicht werden; die vorgeschaltete Zusendung einer Förderanfrage ist nicht erforderlich. Einzelheiten zur Ausgabe 2020 dieses Förderprogramms werden im Laufe des Frühjahrs an dieser Stelle mitgeteilt.

Mitgliederversammlung in Seesen
und erste Förderentscheidungen für 2020

Der Seesener Bürgermeister Erik Homann stellt den Mitgliedern des Landschaftsverbandes das Projekt „Jacobson-Haus“ vor

03.12.2019 – Die Mitgliederversammlung hat jetzt im Jacobson-Haus in Seesen die Finanz- und Projektplanung für 2020 beschlossen. Damit stehen – neben den mehrjährigen Strukturförderungen – die ersten Förderentscheidungen für Kulturprojekte im Jahr 2020 fest. Die Gandersheimer Domfestspiele gGmbH wurden als neues Beiratsmitglied in den Verband aufgenommen. Die Mitglieder bewilligten auch die Mittel für eine Erneuerung des Corporate Designs und der Internetseiten des Landschaftsverbandes, die im ersten Halbjahr mit Unterstützung einer professionellen Agentur angegangen werden soll. Den Mitgliedern wurde auch vorgestellt, wie das Jacobson-Haus durch die Förderung der Bundeskulturstiftung aus dem TRAFO-Programm zu einem soziokulturellen Zentrum umgestaltet wird.

Weiterbildung „Heimatpflege in Südniedersachsen“

12.11.2019 – Der Landschaftsverband Südniedersachsen wird ab Frühjahr 2020 eine Weiterbildung für Personen anbieten, die in der Heimatpflege in Südniedersachsen tätig sind oder werden wollen. In sechs Grundlagenseminaren werden typische Tätigkeiten der Heimatpflege dargestellt, in Arbeitsweisen eingeführt, Grundkompetenzen vermittelt, Ansprech- und Kooperationspartner benannt, rechtliche Grundlagen geklärt und Handlungsoptionen aufgezeigt. Einzelne Themen werden anhand von Praxisbeispielen erarbeitet.

Weitere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie ab Anfang Dezember hier. Wenn Sie in unseren Verteiler für diese Informationen aufgenommen werden wollen, melden Sie sich bitte in der Geschäftsstelle.

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Forscher finden NS-Raubgut in Museen – und nun?

Funde werden im StadtMuseum Einbeck vorgestellt und diskutiert

05.11.2019 – Clara Plaut aus Hemmendorf wurde 1942 deportiert. In der Wohnung der jüdischen Frau blieben „ein Nussknacker, Sofakissen und ein Paket Bücher“ zurück – so hielt das die Polizei damals im Protokoll fest. Eines dieser Bücher kam über Umwege in das Museum Alfeld an der Leine. Dort entdeckte es in diesem Jahr der Provenienzforscher Dr. Christian Riemenschneider vom Landschaftsverband Südniedersachsen. Was soll nun damit passieren?

Provenienzforschung Museum Einbeck Vermittlung Diskussion
Podiumsdiskussion in Einbeck, von links: Jan Fragel, Moderator; Drs. Edward van Voolen, Rabbiner in Göttingen und Potsdam sowie Kurator; Dr. Silke Reuther, Provenienzforscherin Museum Kunst und Gewerbe Hamburg; Dr. Marcus Kenzler, Provenienzforscher Landesmuseum Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg; Dr. Johannes Schwartz, Provenienzforscher Museen für Kulturgeschichte Hannover; Dr. Angela Jannelli, Kuratorin Historisches Museum Frankfurt am Main; Anja Gubelmann M.A, Kunsthistorikerin, Zürich (Foto: Claudia Andratschke)

Die Überprüfung der Herkunft von Objekten in südniedersächsischen Museen – Provenienzforschung genannt – führte in den vergangenen vier Jahren zu einer Reihe solcher Funde. 50 Fachleute befassten sich nun auf einer Tagung im Stadtmuseum Einbeck mit der Frage, wie mit solchen Erkenntnissen und Objekten umzugehen ist. Bei der Forschung, die vom Landschaftsverband Südniedersachsen koordiniert wird, geht es meist nicht um wertvolle Kunstwerke, sondern um alltägliche Dinge: Bücher aus jüdischen Familien, Fahnen von Arbeitervereinen oder Möbel von Freimauererlogen, die die Nationalsozialisten beschlagnahmt hatten, kommen dabei ans Licht.

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Investitionsförderprogramm des Landes

17.07.2019/aktualisiert 04.11.2019 – Nach ähnlichen Vorläuferprogrammen in den Jahren 2012/2013 sowie 2017 gibt es 2019 erneut ein besonderes Förderprogramm des Landes für Investitionen in kleinen Kultureinrichtungen. Die Landtagsabgeordneten der Regierungskoalition haben in der „Politischen Liste“ des Haushaltsplans 2019 insgesamt 2,5 Mio. € für diesen Zweck reserviert. Das Förderprogramm wendet sich an Kultureinrichtungen, die ehrenamtlich arbeiten oder über max. drei hauptamtliche Vollzeitstellen verfügen, sowie an Theater(gruppen) mit nicht mehr als fünf eigenen Inszenierungen im Jahr. Antragsberechtigt sind juristische Personen des privaten Rechts (z. B. e. V., GbR, GmbH). Förderfähig sind bauliche Maßnahmen und die Beschaffung von Inventar (z. B. Computer, Tontechnik, Bühnentechnik, Vitrinen). Der Förderbetrag kann zwischen 1.000 und 200.000 Euro liegen, die Förderquote bis zu 75 % der geplanten Projektkosten umfassen; ob die verbleibenden 25 % aus Eigenmitteln oder durch weitere Zuschüsse finanziert werden, ist unerheblich. Das Förderprogramm wurde zweigeteilt: Landesweit 1,5 Mio. € werden über die Landschaftsverbände vergeben; diese Förderlinie 1 gilt für Beträge zwischen 1.000 und 25.000 €. Die Zuschussbeträge der Förderlinie 2 liegen zwischen 25.000 und 200.000 €, hier erfolgen Antragstellung und Entscheidung direkt beim Niedersächsischen Kulturministerium (MWK). [Ausschreibung, PDF 43 KB]

Förderlinie 1, Anträge von 1.000 bis 25.000 €:

Dem Landschaftsverband Südniedersachsen stehen hierfür ca. 100.000 € zur Verfügung, er ist für die Landkreise Göttingen, Northeim und Holzminden zuständig. Antragsteller im Landkreis Goslar müssen sich an den Regionalverband Harz, im Landkreis Hildesheim an den Hildesheimer Landschaftsverband wenden. Beim Landschaftsverband Südniedersachsen konnten Interessenten bis zum 30.09.2019 formlos mitteilen, dass und wofür sie eine Förderung wünschen. Auf diesem Weg sind beim Landschaftsverband 68 Förderanfragen eingegangen, deren Zuschusswünsche sich auf rund 500.000 € summieren.

Der Vorstand des Landschaftsverbandes hat nach einer ersten Sichtung dieser Anfragen die Prioritäten festgelegt, nach denen in der Januarsitzung über die dann vollständig vorzulegenden Anträge entschieden wird:

  1. Die Förderkriterien des Landes, die hier anzuwenden sind, werden im Zweifel streng ausgelegt.
  2. Es werden keine vermischten oder mehrteiligen Vorhaben akzeptiert, die Anträge können nur für 1 Maßnahme oder Beschaffung gestellt werden.
  3. Anträge auf Zuschüsse in geringer Höhe werden bevorzugt, Zuschusswünsche von über 10.000 Euro werden nachrangig behandelt.

Die Interessenten an einer Förderung werden vom Landschaftsverband direkt über die weiteren Schritte informiert. Die Förderentscheidungen werden Anfang Februar 2020 mitgeteilt.

Förderlinie 2, Anträge von 25.000 bis 200.000 €:

Anträge mussten bis zum 30.09.2019 online beim MWK eingereicht werden. Die Förderentscheidung wird vom MWK voraussichtlich im Dezember 2019 mitgeteilt. [Förderkriterien Linie 2, PDF 100 KB]