Abschlussveranstaltung Provenienzforschung

Museum Osterode, Historisches Schaufenster vom Haus Kornmarkt 6 in Osterode.
Museum Osterode, Historisches Schaufenster vom Haus Kornmarkt 6 in Osterode. Das Haus gehörte dem jüdischen Kaufmann Emil Hochberg.

18.09.2017 – Schlummern in unseren kleinen Stadt- und Regionalmuseen unrechtmäßig beschlagnahmte Kulturgüter von politisch Verfolgten aus der Zeit des Nationalsozialismus? Haben jüdische MitbürgerInnen unter dem zunehmenden wirtschaftlichen Druck der Zeit Ihren Besitz weit unter Wert an Antiquitätenhändler oder die örtlichen Museen verkauft? Diese und andere Fragen klärte erstmals 2016 ein Pilotprojekt zur Provenienzforschung in Südniedersachsen, das vom Landschaftsverband Südniedersachsen unterstützt wurde.

Im Jahr 2017 ging die Suche weiter: sechs Monate forschte der Provenienzforscher Dr. Christian Riemenschneider in den Museen der Städte Northeim, Osterode, Seesen und Uslar und brachte Licht in die Dunkelheit der Museumsbestände. Die Ergebnisse seiner Forschungen präsentierte er der Öffentlichkeit am Montag, 11.09.2017 im Museum im Ritterhaus Osterode. Sehen Sie hierzu einen Bericht des NDR

Weitere Informationen zum Provenienzforschungsprojekt finden Sie [hier].

Mitgliederversammlung mit Wahl eines neuen Vorsitzenden

Dr. Peter Götz von Olenhusen und Logo des Landschaftsverbandes im Hintergrund
Dr. Peter Götz von Olenhusen

30.08.2017 – Mit einem einzigen Tagesordnungspunkt war die Tagesordnung der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 29.08.2017 in Herzberg am Harz sehr kompakt gehalten. In bekannt stringenter Art führte der scheidende Vorsitzende Adolf Freiherr von Wangenheim durch die Sitzung und Dr. Peter Götz von Olenhusen wurde einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt.

Peter Götz von Olenhusen wurde 1952 in Göttingen geboren, ist verheiratet und hat 4 Kinder. Er war seit 1982 Richter in Niedersachsen, 2006 bis 2017 Präsident des Oberlandesgerichts Celle.

Feierstunde für Adolf Freiherr von Wangenheim

Ministerpräsident Weil, Freiherr von Wangenheim, Landrat Reuter
von inks: Ministerpräsident Weil, Freiherr von Wangenheim, Landrat Reuter

30.08.2017 – Nach 23 Jahren verdienstvoller Tätigkeit als Vorsitzender des Landschaftsverbandes wurde am Dienstag 29.08.2017 Adolf Freiherr von Wangenheim aus seinem Amt verabschiedet. Der Ministerpräsident selbst hatte in der Feierstunde im Welfenschloss in Herzberg die Festrede gehalten und von Wangenheims Verdienste um die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen ebenso gewürdigt wie seine politische Wirkung im Land Niedersachsen. Mehr zur Feierstunde finden sie [hier].

Zweite Ausgabe des AZUBI-Kulturtickets

Vorderseite der Kulturticket-Plastikkarte 2017/201817.08.2017 – Das AZUBI-Kulturticket erscheint in seiner zweiten Ausgabe. Die Tickets für den Gültigkeitszeitraum vom 1. September 2017 bis zum 31. August 2018 werden jetzt ausgeliefert. Bestellungen können ab sofort angenommen werden. – Vom ersten AZUBI-Kulturticket für 2016/2017 wurden 234 Stück für je 25 € verkauft. In der Regel kauft der Ausbildungsbetrieb die Tickets und stellt sie seinen Azubis kostenlos zur Verfügung. Aktuell können mit der Plastikkarte in 47 Kultureinrichtungen Südniedersachsens Rabatte in Anspruch genommen werden, in der Regel eine Ermäßigung um 50 %.

Neufassung der Förderkriterien

07.07.2017 – Der Vorstand hat bei seiner Sommersitzung eine Neufassung der Förderkriterien des Landschaftsverbandes beschlossen. Er folgte damit in den meisten Punkten Vorschlägen des Beirats. Die wichtigsten Neuerungen:

1. Der Ausschluss eines bereits vom Land geförderten Projekts aus der Förderung des Landschaftsverbandes wird abgeschafft; stattdessen wurde festgelegt, dass Kultureinrichtungen, die eine Strukturförderung des Landschaftsverbandes erhalten, von diesem keine zusätzliche Projektförderung bekommen können (Kriterium Nr. 1.7.).

2. Die Gewichtung der Förderkriterien wird geändert: „Attraktivitäts“-Kriterien bisher drei-, jetzt einfach; „Teilhabe“-Kriterien bisher zwei-, jetzt dreifach; „Vielfalt“ bisher ein-, jetzt zweifach.

3. Die bisherigen Kriterien „2.2. Werbung und Marketing“ sowie „2.3. Kulturtourismus“ werden durch die Kriterien „2.2. Publikumsentwicklung“ und „2.3. Überregionale Attraktivität“ ersetzt.

4. Das Kriterium „3.3. Zugänglichkeit“ wird konkretisiert und verfeinert, damit es für Antragsteller nachvollziehbarer und für den Landschaftsverband besser anwendbar wird.

5. Es wird ein neues Kriterium „5.4. Ehrenamtlichkeit“ angefügt, das einen hohen Anteil ehrenamtlichen Engagements bei einem Projekt bzw. Antragsteller als eigenen Wert einstuft.