Finanzierungs- und Ausgabenstruktur des Landschaftsverbandes

Die Zahlenangaben basieren auf dem Plan für 2020


Finanzierung

Seit seiner Gründung finanziert sich der Verband im Wesentlichen aus drei Quellen:

  • Aus den Mitgliedsbeiträgen, wie jeder Verein. Unter den Mitgliedern haben die Beiträge der Kommunen den größten Anteil. Gemäß der Satzung ist die Zahl der Stimmen in der Mitgliederversammlung an die Höhe des Beitrages gekoppelt. Beitragsaufkommen ca. 146.000 € je Jahr
  • Eine regelmäßige Spende der VGH Versicherungen. Hierbei handelt es sich um ein mäzenatisches Engagement zur Unterstützung der satzungsgemäßen Aufgaben des Landschaftsverbandes, das zu keinerlei Gegenleistungen werblicher oder anderer Art verpflichtet. Eine solche Spende – abgestuft nach Größe – erhalten alle Landschaftsverbände im Geschäftsgebiet der VGH. Spendenhöhe aktuell 204.000 €
  • Das Land Niedersachsen fördert alle Landschaftsverbände institutionell. Die Höhe der Förderung berechnet sich zum einen aus einem „Sockelbetrag“ von knapp 50.000 €, den jeder Landschaftsverband erhält; zum zweiten wird dieser um eine Umlage aufgestockt, die sich nach einem Schlüssel berechnet, der je zur Hälfte die Einwohnerzahl und die Fläche des Verbandsgebietes berücksichtigt. Dieser letztgenannte Teilbetrag macht für den Landschaftsverband Südniedersachsen 206.500 € aus und soll für Projektzuschüsse verwendet werden. Als Drittes kommen  unregelmäßig Sondermittel hinzu, die für besondere Förderzwecke verwendet werden sollen, wie 2019 z. B. für Investitionen in kleinen Kultureinrichtungen oder für Plattdeutschprojekte; 2020 ist hier mit zusätzlichen Mitteln von mindestens 108.000 € zu rechnen. Landesmittel 2020 insgesamt ca. 366.000 €

Hinzu kommen projektbezogene Zuschüsse und Einnahmen sowie in kleinerem Umfang Einnahmen aus Erstattungen u. ä. (2020: voraussichtlich ca. 145.000 €).

Meist werden aus dem jeweiligen Vorjahr Mittel übertragen, die zum größten Teil durch Förderzusagen für verzögerte Projekte u. ä. gebunden sind, also keine „Überschüsse“ oder Rücklagen darstellen. Aus dem Jahr 2019 wurden 111.490 € nach 2020 übertragen.

Ausgaben

Für die Verwaltung – und damit die personenbezogenen Dienstleistungen wie Beratung – entstehen derzeit Ausgaben von ca. 242.000 €. Diese gliedern sich auf in die Kosten

  • für Personal (2,65 Vollzeitstellen-Äquivalente für 2020): ca. 194.500 €
  • für sächlichen Verwaltungsaufwand wie Büromiete, Betriebskosten u. ä.: ca. 47.500 €

Für Projekte steht – einschließlich der aus dem Vorjahr übertragenen Mittel – ein Etat in Höhe von ca. 840.000 € zur Verfügung. Hiervon entfallen

  • auf Museumsberatung und -projekte: ca. 105.000 €
  • auf Eigenprojekte (z. B. Provenienzforschung, „DorfMuseumSchule“, Kulturbonus): ca. 134.000 €
  • auf die Mittel für Förderung von Kulturprojekten aus Verbandsmitteln: ca. 221.000 €
  • aus regionalisierten Landesmitteln: 175.500 €
  • aus Landesmitteln für besondere Förderzwecke (Investititionen in kl. Kultureinrichtungen, Plattdeutsch): ca. 205.000 €

Für die Entwicklung der Finanzen ergibt sich folgendes Bild:

Darstellung 1. der Einnahmen und 2. der Ausgaben als Säulendiagramm-Zeitreihe

Für zurückliegende Jahre sind genauere Aufgliederungen der Einnahmen und Ausgaben sowie die Ergebnisse der Kostenrechnung den Jahresberichten zu entnehmen.