Landschaftsverband Suedniedersachsen

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BAND IV

Malte Prietzel (Hg.)
Die Finanzen eines spätmittelalterlichen Stadtpfarrers

Das Rechnungsbuch des Johann Hovet, Pfarrer von St. Johannis in Göttingen, für das Jahr 1510/11

ISBN 3-7752.5888-4,152 Seiten, gebunden, 22,50 EUR

Verlag Hahnsche Buchhandlung, Leinstraße 32, 30159 Hannover, Telefon (05 11) 32 22 94, Telefax (05 11) 36 36 98

Das vorliegende Buch ist die Edition eines spätmittelalterlichen Rechnungsbuches, von welchem der Verfasser einen Jahrgang exemplarisch bearbeit hat.

Um 1500 war der Kanzler des Herzogs, Johann Hovet, Pfarrer der größten Göttinger Kirche. Die beachtlichen Einkünfte aus diesen Pfründen machten Hovet zu einem wohlhabenden Mann. Einzigartig aber im deutschsprachigen Raum ist es wohl, daß einige der Rechnungen, die von Hovet und seinen Vertretern geführt wurden, erhalten sind. Um Hovets Finanzen kümmerte sich nicht einer der Kapläne, sondern ein anderer Priester, namens Wilhelm Winterberg. Um Hovet eine Kontrollmöglichkeit zu geben, mußte Winterberg wie zuvor Hovet selbst eine Rechnung führen, die alle Einnahmen und Ausgaben beinhaltete. Gegen Ende des Wirtschaftsjahres, das jeweils von Ostern bis Ostern dauerte, prüfte Hovet schließlich die Rechnung und ließ sich den Nettogewinn aus seiner Pfründe auszahlen.

Diese detaillierten Aufzeichnungen ermöglichen einen hervorragenden Einblick in die finanziellen Verhältnisse und Möglichkeiten einer reichen Pfarrei vor der Reformation.