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Stand:
1. Ausgangslage 2. Leitfragen 3. Ablauf 4. Ergebnisse
Drei Problem- oder Fragenkomplexe waren Ausgangspunkt für die Planung dieses Projekts:
Erkenntnisse zu den genannten Fragen sind also nicht nur für den Landschaftsverband Südniedersachsen wichtig, sondern haben als Pilotprojekt landesweite Bedeutung. Aus diesem Grund förderte auch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) dieses Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe von 51.600 €.
| 2008 | |
| November | Mit der Durchführung der Forschungsarbeit im engeren Sinne wird mit dem Zentrum für Kulturforschung in St. Augustin bei Bonn (ZfKf) eine wissenschaftlich erfahrene Einrichtung beauftragt. Die Verfahren und Ergebnisse sind daher mit Untersuchungen aus anderen Regionen und Projekten vergleichbar. |
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2009 |
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| bis März | Erhebung des Kulturangebots durch Fragebogen bei 81 Kultureinrichtungen (Göttinger Einrichtungen beantworten nur den Fragebogen der Stadt Göttingen) |
| 25. März | Öffentliche Informationsveranstaltung für alle Kultureinrichtungen des Landschaftsverbandsgebietes im APEX, Göttingen |
| bis Anfang Mai | Ausarbeitung des Fragebogens. Festlegung des Kreises der Beteiligten, Anleitung der teilnehmenden Kultureinrichtungen zur Nutzerbefragung |
| Juli bis Dezember | Besucherbefragung in 44 Einrichtungen durch die Einrichtungen selbst |
| Oktober | Nichtnutzerbefragung als repräsentative Bevölkerungsbefragung per Telefon-Interview n = 2.000 |
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| Februar | Wiederholung der Bevölkerungsumfrage per Telefon-Interview n = 2.000. Mit Ausnahme der Angaben zu einer Frage liegt daher eine Stichprobengröße n = 4.000 vor. |
| August | Vorlage des Zwischenberichts, Präsentation und Diskussion zentraler Ergebnisse der Besucherbefragung für die beteiligten Einrichtungen |
| September / Oktober | Validierung der vorliegenden Daten der Telefonbefragung durch „Face-to-Face“-Befragung in Südniedersachsen |
| 2011 |
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| 26. März | Vorläufiger Endbericht des ZfKf liegt vor |
| Anfang Mai | Präsentation und Diskussion der Ergebnisse mit den beteiligten Kultureinrichtungen |
| 10. Mai | Korrigierte und endgültige Fassung des Endberichts liegt vor |
| 12. Mai | Pressekonferenz und Veröffentlichung des Gesamtberichts |
Gesamtbericht (134 Seiten) herunterladen: PDF 4,2 MB
Wichtige Ergebnisse in Stichworten:
Das Interesse an Kultur und auch die Kulturaktivität (≥1 Kulturbesuch in den letzten 12 Monaten) ist deutlich höher als im Bundesdurchschnitt (siehe Grafik „Interesse an Kultur“ und „Letzter Kulturbesuch“).
16 % der Bevölkerung besuchen mehr als 6 Mal im Jahr Kulturangebote.
Die Bedeutung der Altersgruppe 50+ ist in Südniedersachsen größer als anderswo: Mehr Interesse und Aktivität, mehr Ausgabebereitschaft (siehe Grafiken „Letzter Kulturbesuch“ und „Jährliche Kulturausgaben...“).
Kulturtouristen also solche Besucher die aus weiter entfernten Orten stammen und/oder den Kulturbesuch mit typisch touristischer Aktivität kombinieren finden sich vor allem im Harz und im Landkreis Holzminden bzw. in Museen.
Die Hälfte der Nicht-Göttinger aus der Region besuchen regelmäßig Kulturangebote im Oberzentrum, im Durchschnitt etwa zweimal im Jahr.
Die innerregionale Mobilität ist besonders zwischen den Landkreisen Göttingen und Northeim sowie der Stadt Göttingen hoch.
Das einzig bedeutsame Verkehrsmittel ist das Auto, in Göttingen auch das Fahrrad. Der ÖPNV spielt in der ganzen Region einschließlich der Stadt Göttingen keine Rolle.
Personen ohne Begleitung und aus 1-Personen-Haushalten sind im Publikum unterrepräsentiert.
Unterrepräsentiert sind auch Personen mit niedrigem Bildungsabschluss und mit Migrationshintergrund. Dies ähnelt den Befunden aus anderen Untersuchungen (siehe Grafik „Bildungsabschluss der Kulturbesucher“).
12 % der befragten Besucher sind Stammbesucher der jeweiligen Einrichtung, ein Drittel Erstbesucher. Im Durchschnitt ist der Stammbesucher älter und gebildeter.
Als häufigster Hinderungsgrund für den Kulturbesuch werden zu hohe Eintrittspreise genannt. Aus anderen Studien weiß man jedoch, dass diese von Nichtbesuchern meist überschätzt werden.
Die wichtigste Informationsquelle für Besucher ist die „Mundpropaganda“.
Kartenkauf über das Internet ist unerwartet beliebt.
Der Anteil der kurzentschlossenen Kulturbesucher ist höher als im Bundesdurchschnitt.
71 % der Bevölkerung sind im Allgemeinen zufrieden mit dem Kulturangebot.
Bemängelt wird das Fehlen von Angeboten besonders für Jugendliche und Familien (siehe Grafik „Fehlendes Kulturangebot“).
Unzufriedenheit mit der Höhe der Preise wird vor allem von und für Familien geäußert.
Unter zehn Entscheidungsfaktoren für die Wohnortwahl ist das Kulturangebot an vorletzter Stelle.
Unter acht Themen für die Kommunalwahl wird Kultur an letzter Stelle eingeordnet.